23.07.20 16:06 Alter der Meldung: 14 Tage

Weiterer Ausbau der Ökostromproduktion durch Repowering des Windpark Gols

Ökostromproduktion erhöht sich im Windpark Gols von 13,75 Megawatt auf 16,8 Megawatt

Die Energie Burgenland wird bis 2023 233 Millionen Euro in den Ausbau, die Erneuerung und die Instandhaltung der Ökostromproduktion aus Windkraft investieren. Als größter Windstromproduzent Österreichs setzt der burgenländische Energiekonzern auch auf Repowering bestehender Windkraftanlagen durch neue, leistungsstärkere Windräder. „Der Windpark Gols ist einer der Ökostrom-Vorzeige-Windparks, wo wir durch Repowering mit weniger aber leistungsstärkeren Windkraftanlagen mehr Ökostrom erzeugen können. Immer unter der Prämisse, Windparkprojekte im Einklang mit der Bevölkerung und der Natur umzusetzen“, erklärte Michael Gerbavsits, Vorstandsvorsitzender der Energie Burgenland, anlässlich des Spatenstichs zum Repowering des Windparks in Gols. „In Sachen erneuerbare Energie und Ökostrom hat das Burgenland einen vorausschauenden Weg eingeschlagen und versteht es bis heute, seine natürlichen Ressourcen nachhaltig einzusetzen. Dieser Weg wird weiter fortgesetzt und durch das Repowering innovativ forciert," sagt Landesrat Christian Illedits, der bereits die Burgenländische Energiewende auf Europäischer Ebene begleitete. Gerbavsits informierte in diesem Zusammenhang, dass vier neue hochmoderne Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 16,8 Megawatt die bisherigen elf Windkraftanlagen mit 13,75 Megawatt-Leistung ersetzen werden.

„Das Volumen für die Gesamtinvestition in das Repowering-Projekt beträgt 19,05 Millionen Euro. Davon trägt die Energie Burgenland 14,3 Millionen Euro“, berichtete Vorstandsdirektor Alois Ecker. Die restlichen 4,75 Millionen Euro werden von Wien Energie als Partner der Energie Burgenland in dieses Projekt investiert.

„Das Repowering des Windparks Gols, mit den hochmodernen und leistungsstarken ENERCON E 138 Windkraftanlagen mit einem Rotordurchmesser von 138 Meter und einer Nabenhöhe von 160 und 131 Meter, soll im Sommer 2021 abgeschlossen sein“, erklärte Ecker weiter. Mit diesem Ausbau und der Modernisierung der Windkraft und Investitionen in Photovoltaik unterstützt die Energie Burgenland die Klimastrategie 2050 des Burgenlandes, bis 2050 klimaneutral zu werden. 
"Aufgrund der stärkeren Leistung der neuen Anlagen steigt die Ökostromproduktion um 25 Prozent. In den nächsten Jahren werden rund 115 Millionen Euro in die Steigerung der Netzkapazität investiert. So soll der Ausbau von Wind und Photovoltaik versorgungssicher gestaltet werden,“ so Landesrat Christian Illedits.

Hans Schrammel, Bürgermeister von Gols, zeigte sich beim Spatenstich zufrieden, „dass die Gemeinde Gols mit den hochmodernen und effizienten Windkraftanlagen der Energie Burgenland einen wesentlichen Beitrag zur sauberen und nachhaltigen Energieversorgung und damit einhergehender CO2-Reduktion leisten kann“.

Auch Projektpartner Wien Energie freut sich über die erneute Zusammenarbeit: „Klimaschutz geht nur gemeinsam! Seit vielen Jahren kooperieren wir erfolgreich mit der Energie Burgenland. Mit der Modernisierung des Windparks Gols können wir nun einen weiteren wichtigen Schritt für den Ausbau der Windkraft und mehr erneuerbare Energien setzen“, so Alexander Kirchner,  Leiter Asset Betrieb bei Wien Energie.

Die Energie Burgenland betreibt als größter Windstromproduzent Österreichs aktuell 225 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 522 Megawatt. Mit der Energie Burgenland Windkraft, einer Tochtergesellschaft von Energie Burgenland unter der Leitung der Geschäftsführer Wolfgang Trimmel und Klaus Maras, wird im Burgenland bis 2026 durch weitere Investitionen in Windenergie eine Gesamtleistung von 650 Megawatt aus Windkraft zur Verfügung stehen. Bereits seit 2013 ist das Burgenland rechnerisch stromautark, im Vorjahr wurden rund 60 Prozent mehr Strom produziert, als verbraucht.