21.12.18 09:24 Alter der Meldung: 94 Tage

Starkes Energiejahr

Von: Hannelore Halwax

Netz Burgenland: Weiter hoher Energiebedarf im Land. 100 Millionen Euro fließen wieder in Strom- und Erdgasnetz.

Copyright: Josef Siffert

Umspannwerk Zurndorf

Netz Burgenland, die Infrastruktur-Tochter der Energie Burgenland, meldet auch für das Jahr 2018 einen hohen Verbrauch von Strom und Erdgas. Und das, obwohl es sich um das wärmste Jahr handelt, seit es Temperaturaufzeichnungen gibt, und im Jahr davor ein historischer Höchstwert in beiden Bereichen erreicht worden war. Im Strombereich ist eine Mengensteigerung von rund 1,2% im Vergleich zum Kalenderjahr 2017 zu verzeichnen, im Erdgasbereich eine Mengenreduktion von rund -3,6% im Vergleich zum Kalenderjahr 2017 feststellbar. Die Hauptursache für den Rückgang im Erdgasbereich ist im extrem kalten Jänner 2017 begründet (Durchschnittstemperatur: -5,5 °C). Die Temperaturen im Jänner 2018 lagen hingegen wieder im Durchschnitt.

Smart Meter Einbau läuft hervorragend
Das abgelaufene Jahr war für das Unternehmen ereignis- und erfolgreich: Zu Beginn des Jahres erfolgte der letzte Schritt der Fusion der beiden Netzsparten Strom und Erdgas: Von der E-Control erhielt man die Lizenz als Kombinations-Netzbetreiber und auch der Rollout der intelligenten Messgeräte (Smart Meter) verlief höchst erfreulich. Bis Ende des Jahres wurden rund 105.000 Smart Meter eingebaut, was einer Ausstattungsquote von rund 52% entspricht.
2018 wurden mehr als 90.000 Rechnungen, basierend auf Smart Meter-Daten, automatisiert erstellt. Das „Ziel 2022“, dass bis dahin alle heimischen Haushalte über digitale Zähler verfügen, wird bei uns schon 2020 erreicht – das Burgenland ist damit gemeinsam mit Oberösterreich Technologie-Vorreiter.

2018: Sommer und Herbst der Extreme
Die außergewöhnlichen Temperaturen und die hohe Anzahl an Sonnenstunden haben sich sowohl auf die Stromerzeugung als auch auf den Stromverbrauch ausgewirkt: Beim Stromverbrauch gab es in den Monaten Juni, Juli und August einen historischen Höchstwert. Während im Sommer 2017 rund 409 GWh über die heimischen Leitungen flossen, wurden im gleichen Zeitraum des abgelaufenen Jahres 422 GWh verbraucht. „Erklärbar ist dieser Mehrverbrauch durch den verstärkten Einsatz von Klimageräten bei diesen hohen Temperaturen. Aber auch bei der Stromerzeugung hinterließen die ungewöhnlichen Wetterbedingungen ihre Spuren: beim Photovoltaik-Strom gab es 2018 ein Plus von 15,5%, die Zahl der Sonnenstunden lag im Herbst um 25 Prozent über dem Durchschnitt. Sonnenstrom ist im Burgenland sehr gefragt. Immer mehr Haushalte setzen auf die Energie der Sonne – derzeit sind im Land bereits 5.700 Photovoltaik-Anlagen installiert“, erklärt Peter Sinowatz, Geschäftsführer Netz Burgenland.

100 Mio. Euro für Netze
Wie im Vorjahr nimmt Netz Burgenland auch im aktuellen Geschäftsjahr rund 100 Mio. Euro in die Hand, um die gewohnt hohe Versorgungsqualität auch in Zukunft zu erhalten und die Netze zukunftsfit zu machen. Während in die Instandhaltung an die 27 Mio. Euro fließen (Strom 20,1 Mio. €, Erdgas 6,6 Mio. €), belaufen sich die Investitionen in beide Netze auf mehr als 71 Mio. Euro € (Strom: 61,2 €, Erdgas 10,2 €).

Infos zum aktuellen Energieverbrauch bzw. zur Energieerzeugung gibt es online unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.netzburgenland.at