02.12.19 07:19 Alter der Meldung: 10 Tage

Saubere Wärme für das Klima

Energie Burgenland baut das Fernwärmenetz in der Landeshauptstadt weiter aus.

Die Wärmeversorgung der Ballungsräume mit erneuerbarer Fernwärme ist für die Energie Burgenland strategisch von großer Bedeutung und folgt auch der #mission2030. Daher plant die Energie Burgenland Fernwärme GmbH & Co KG die Verdichtung und Erweiterung des bestehenden Fernwärmenetzes sowie die Errichtung von Biomassekesseln in Eisenstadt. „Fernwärme auf Basis von Biomasse ist von großer Bedeutung auf dem Weg in eine grüne Energiezukunft und wichtiger Bestandteil der Ökoenergie im Burgenland“, sagt Dr. Alois Ecker, Vorstandsdirektor der Energie Burgenland anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Bürgermeister der Stadt Eisenstadt Mag. Thomas Steiner. Vor allem die Wärmeversorgung in Ballungsräumen, wie etwa im Stadtgebiet von Eisenstadt, stelle ein großes Potenzial dar.

Die Vorteile der Fernwärme liegen dabei auf der Hand: So ist Fernwärme sicher, sauber und zukunftsfähig. Vor allem ist es eine umweltfreundliche Technologie, die wesentlich zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und zur Reduktion der fossilen Abhängigkeit Österreichs beiträgt. Allein in Eisenstadt werden nach Abschluss der geplanten Bauphasen durch Fernwärme jährliche Emissionen von 11.600 Tonnen CO2 eingespart. Da von der Energie Burgenland ausschließlich Biomasse zur Erzeugung von Fernwärme verwendet wird, ist diese auch CO2 neutral.

Für den Kunden ist Fernwärme wohl die bequemste Art zu heizen,  man erspart sich die Brennstoffbeschaffung und Lagerung. Fernwärme gelangt direkt über das Fernwärmeleitungsnetz in die Wohnungen.

Regionale und Nachhaltige Lösung

In der Landeshauptstadt wird das Projekt auch wegen seiner Regionalität gern gesehen. Für die Erzeugung wird nämlich Holz aus der Region verwendet: „Wir setzen bei den Heizwerken auf den Rohstoff Holz. Und zwar Holz aus der Region, denn die verwendete Biomasse stammt aus maximal 50 Kilometer Umkreis des Heizwerkes“, erklärt Vorstandsdirektor Dr. Alois Ecker.

Derzeit werden das Landhaus, zahlreiche Schulen, die Fachhochschule, das Hochhaus und Genossenschaftswohnungen versorgt. „Wir investieren bis 2025 sehr viel in den Ausbau der erneuerbaren Energie. 16,7 Mio. Euro davon fließen rein in den Ausbau des Fernwärmenetzes in der Landeshauptstadt“, sagt Matthias Lehner, Prokurist der Energie Burgenland Fernwärme GmbH & Co KG.  Damit können rund 2.400 Haushalte mit Fernwärme aus erneuerbaren Energieträgern versorgt werden.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit spielen in der Landeshauptstadt bereits seit Jahren eine wichtige Rolle. „Besonders erfreulich ist, dass der Energie Burgenland diese Anliegen ebenso wichtig sind: Neben dem neuen städtischen Kindergarten sowie zahlreichen neuen Genossenschaftsbauten, wird nun auch beim Eisenstädter Hochhaus auf Fernwärme gesetzt. Durch die Umstellung von Öl auf Fernwärme können allen im Hochhaus jährlich rund 330 Tonnen CO2 eingespart werden“, betont Bürgermeister Thomas Steiner.

Sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich wird hier also auf saubere und nachhaltige Wärme geachtet. Das Allsportzentrum wurde bereits im Zuge seiner Sanierung 2012 an das Fernwärmenetz angeschlossen – ein ebenso wirtschaftlicher wie nachhaltiger Schritt. Bereits in den Sommermonaten konnte die Umstellung der gesamten öffentlichen Beleuchtung auf LED abgeschlossen werden. Insgesamt wurden über 3.000 Lichtpunkte auf neue langlebige LED-Leuchtkörper umgerüstet. Die neue öffentliche Beleuchtung hat nicht nur einen nachhaltigen Effekt auf das Budget der Landeshauptstadt, sondern wirkt sich auch positiv auf die Umwelt aus, weiß Bürgermeister Steiner: „LED-Leuchtmittel benötigen deutlich weniger Energie. Der Stromverbrauch reduziert sich durch die Umstellung massiv. Jährlich werden mehr als 260 Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht dem Verbrauch von über 200 Haushalten.“

Mit dieser Erweiterung des Fernwärmenetzes leistet die Energie Burgenland einen wesentlichen Beitrag zur für 2050 angestrebten Energieautarkie des Burgenlandes. Grund dafür ist unter anderem auch, dass die Fernwärmetechnologie dank ihres hohen Wirkungsgrades besonders effizient ist. Fernwärme schont wertvolle Ressourcen und senkt den CO2-Ausstoß.