17.05.18 10:49 Alter der Meldung: 33 Tage

Netz Burgenland: Sicherheit an oberster Stelle

Das Infrastruktur-Unternehmen legt höchsten Wert auf Datenschutz und Datensicherheit und ist Teil eines Sicherheits-Netzwerkes.

Oberstes Ziel: Das Herzstück der burgenländischen Stromversorgung vor Cyber-Attacken zu schützen. Im Bild: Rainer Schlögl, Leiter der Netzleitstelle, an seinem Arbeitsplatz.

Netz Burgenland steht nicht nur für höchste Sicherheit bei der Energieversorgung. Auch im Bereich von Computer- und Daten-Security kommen höchstmögliche Standards zu Anwendung. „Gerade beim aktuell laufenden Einbau intelligenter Stromzähler, so genannter Smart Meter, spielt das Thema eine große Rolle“, erklärt Peter Sinowatz, Geschäftsführer von Netz Burgenland. Datenschutz und Datensicherheit stehen deshalb bei Netz Burgenland an oberster Stelle. Das Unternehmen ist auch Teil der Austrian Energy CERT (AEC), eines Teams zur Bekämpfung von Computerattacken.

Bollwerk gegen Cyber-Attacken
AEC ist ein brancheneigenes CERT (Computer Emergency Response Team) für die österreichische Elektrizitäts-, Erdgas- und Erdölwirtschaft, mit dessen Aufbau im November 2016 begonnen wurde. Das AEC ist ein wichtiger Baustein bei der Erhöhung der Sicherheit der Energiewirtschaft und deren kritischer Infrastruktur gegenüber Cyber-Attacken. Die Experten stehen in einem permanenten Wissens- und Erfahrungsaustausch, um die IT-Sicherheit der Energiewirtschaft und damit die Daten bestmöglich sicherzustellen.
 
Gut vorbereitet
„Die Gefahr von Attacken auf Computernetze steigt kontinuierlich, bisherige Versuche waren nicht erfolgreich, aber man muss für die Zukunft gerüstet sein“, weiß Sinowatz. Deshalb sei es von Vorteil, dass bei dem Projekt „Austrian Energy CERT“ neben Energieversorgern auch Vertreter des Bundeskanzleramtes sowie des Innen- und Verteidigungsministeriums eingebunden sind. Das Ziel: Austausch von Informationen über Vorfälle, potenzielle Angriffe aus allen Bundesländern, aber auch aus dem ganzen europäischen Bereich. „Wir arbeiten an einem permanenten Ausbau der Sicherheit“, so Johann Wachtler, Geschäftsführer von Netz Burgenland. Wichtig sei vor allem, das Personal auf die Gefahren von Cyberattacken hin zu schulen.

Die IT-Sicherheitskompetenz des Energiesektors wird durch umfangreiche Maßnahmen gesteigert. Neben dem täglichen Bearbeiten eingehender Anfragen und Sicherheitsmeldungen durch AEC, stehen regelmäßige Schulungen, die Teilnahme an internationalen Cyber-Sicherheitsübungen oder die Erstellung technischer Sicherheitskonzepte auf dem Programm. Die Vernetzung ermöglicht eine schnelle und effiziente Kommunikation sowie die Koordination der IT- Sicherheitsexperten und Behörden.