28.02.18 07:03 Alter der Meldung: 114 Tage

Kälte erhöht Energiebedarf

Frostige Temperatur bringen Spitzenwert bei Strom- und Erdgasverbrauch/Keine Abschaltungen bei frostigen Temperaturen.

Kälte erhöht Energiebedarf

Die anhaltende Kältewelle hinterlässt auch beim burgenländischen Energieverbrauch deutliche Spuren: Aufgrund der tiefen Temperaturen fließen derzeit große Mengen an Energie über das heimische Strom- und Erdgasnetz. Mit einer abgerufenen Spitzenleistung von 352 MW im Strombereich erreichte man heute, Dienstag, einen historischen Spitzenwert, bisher lag der Höchstwert bei 346 MW (Februar 2012). Beim Erdgas verzeichnete man mit 747 MW ebenfalls einen neuen Maximalwert (durchschnittliche Winterlast im Erdgasbereich bei rd. 400 MW).

Auch die aktuellen Transportmengen zeigen einen gesteigerten Energiebedarf: Durch die burgenländische Stromnetze flossen am gestrigen Tag 7,3 Millionen kWh Strom und 16,1 Millionen kWh Erdgas. Das heißt, dass über das Gasnetz mehr als die doppelte Menge an Energie als im Stromnetz transportiert wurde. Peter Sinowatz, Geschäftsführer Netz Burgenland: „Erdgas stellt eine sehr verlässliche Energiequelle dar. Denn es ist garantiert, dass man es zum gewünschten Zeitpunkt in ausreichender Menge beziehen kann. Das weiß sowohl die heimische Bevölkerung als auch die burgenländische Wirtschaft zu schätzen. Gerade eine Kältewelle zeigt deutlich, dass Erdgas einen unverzichtbaren Beitrag zum Energiemix leistet. Außerdem dient es als Brücke auf dem Weg zu einem Energiesystem, das von Erneuerbaren getragen wird.“ Erdgas wird auch einen fixen Platz in der Energiewelt von morgen einnehmen.

Keine Abschaltungen
Da die Kälteperiode noch andauert, ist davon auszugehen, dass die Energiemengen noch weiter steigen und die Spitzenwerte noch nicht erreicht sind. Michael Gerbavsits, Vorstandsvorsitzender Energie Burgenland: „Die Energie Burgenland sieht von Anlagenabschaltungen wegen Energieschuld bis zum Ende der Kälteperiode ab. Es ist außerdem jahrzehntelang geübte Praxis, dass wir auf Abschaltungen an Wochenenden und wichtigen Feiertagen verzichten!“

Informationen über den aktuellen Energieverbrauch im Burgenland erhält man unter www.netzburgenland.at