19.12.19 08:39 Alter der Meldung: 203 Tage

Hervorragendes Ergebnis des Geschäftsjahres ermöglicht größtes Investitionsprogramm in der Geschichte der Energie Burgenland und neue Arbeitsplätze

Umsatz im Jahresvergleich auf 338,6 Millionen Euro gestiegen (+6,4 %), Jahresüberschuss um 26,6 % auf 23,2 Millionen Euro erhöht.

„Das erfolgreiche Jahresergebnis der Energie Burgenland im Geschäftsjahr 2018/2019 ermöglicht uns das größte Investitionsprogramm in der Geschichte der Energie Burgenland und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in unserem Unternehmen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits in der Jahresbilanz-Pressekonferenz gemeinsam mit Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Peter Rucker und Vorstandsdirektor Alois Ecker.

Die Steigerung des Umsatzes von 318,2 Millionen Euro (GJ 2017/18) auf 338,6 Millionen Euro (GJ 2018/19) und des Jahresüberschusses auf 23,2 Millionen Euro (+26,6 %) ist auch das Ergebnis der konsequenten Umsetzung des internen Effizienzsteigerungsprogramms. Mindestens 420 Millionen Euro wird der burgenländische Energiekonzern bis 2025 im Burgenland in erneuerbare Energien investieren. 30 neue Arbeitsplätze werden dadurch im Unternehmen geschaffen.

Aufsichtsratsvorsitzender Hans Peter Rucker bezeichnet „die gute Ertragsentwicklung aber auch die Risikominimierung durch Auflösung des Cross Border Lease als perfekte Basis für das Investitionsprogramm der nächsten Jahre.“

Auflösung von Cross Border Lease erfolgreich

Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Energie Burgenland auch die letzte noch bestehende US Cross Border Lease-Transaktion erfolgreich vorzeitig beendet. Die vorzeitige Terminierung folgt auch der Unternehmens-Strategie, mögliche Risiken zu minimieren. „Mit der vorzeitigen Beendigung der 2001 abgeschlossenen US Cross Border Lease-Transaktion wird es in den kommenden Jahren positive Auswirkungen auf die Finanzergebnisse der Energie Burgenland geben“, betonte Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Peter Rucker. Die erfolgreiche Beendigung der US-Lease-Transaktion sei ein weiterer Baustein in der erfolgreichen Entwicklung des burgenländischen Energieversorgers. Die Auflösung ergab einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag von 1,7 Millionen Euro.

Ergebniserwartung im laufenden Geschäftsjahr

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet man einen Jahresüberschuss von über 30 Millionen Euro. Das ist auch auf die positiven Effekte aus dem Verkauf von Wertpapieren zurückzuführen, die nach der Beendigung der US Cross Border Lease-Transaktion nicht mehr als Besicherung benötigt werden. Der Verkauf dieser Wertpapiere ermöglicht auch, im laufenden Geschäftsjahr sämtliche Investitionen (rund 150 Millionen Euro) aus Eigenmittel finanzieren zu können.

Größtes Investitionsprogramm der Energie Burgenland

Bis 2025 investiert die Energie Burgenland mindestens 420 Millionen Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien und in Innovations-Projekte. Die Energie Burgenland ist damit nicht nur ein zentraler Player in der Klima- und Energiestrategie des Bundeslandes, sondern schafft und sichert zukunftsfitte Arbeitsplätze im Burgenland. Von den 420 Millionen Euro entfallen 233 Millionen Euro auf die 3. große Windausbauphase. Im kommenden Jahr steht bei zwei Windparks der Baubeginn an und bei dreien beginnt die Energie Burgenland mit der Erweiterung. Mindestens 36 Millionen Euro werden in Photovoltaik-Projekte und rund 31 Millionen Euro in den Fernwärmeausbau aus Biomasse eingesetzt. Für die erforderliche Erweiterung der Stromnetz-Kapazitäten werden darüber hinaus 115 Millionen Euro investiert. „Mit diesem Gesamtmix an Investitionen sichern wir über 3.500 Arbeitsplätze in Österreich und unsere Rolle als Vorreiter der Ökostromproduktion“, sagte Gerbavsits.
Die umsichtige Effizienzpolitik der Energie Burgenland der letzten Jahre zeigt jetzt ihre Wirkung: im Unternehmen werden mindestens 30 neue Arbeitsplätze geschaffen. Das Effizienzsteigerungsprogramm hat neue Spielräume für Investitionen geschaffen. „Diese Spielräume nutzen wir für Investitionen in erneuerbare Energien, die auch neue Arbeitsplätze generieren. Durch Insourcen von Aufgaben in die Unternehmensgruppe schaffen wir weitere neue Arbeitsplätze“, erklärt Vorstandsvorsitzender Gerbavsits.

Investitionen in Innovationsprojekte

Zusätzlich zum Ausbau der erneuerbaren Energie arbeitet und forscht die Energie Burgenland auch an innovativen Projekten für die Energie Zukunft. Zu diesem Zweck ist die Energie Burgenland unter anderem Teil des Green Energy Lab, einer Forschungsinitiative für nachhaltige Energielösungen und Teil der österreichischen Innovationsoffensive „Vorzeigeregion Energie“ des Klima- und Energiefonds.
In Neusiedl am See wurde im Projekt „power2heat“ der Innovationsgeist der Energie Burgenland durch die Erweiterung eines bestehenden Heizwerkes unter Beweis gestellt. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die Sektoren Strom (Windkraft) und Wärme (Fernwärme) zu koppeln. Mit dem Konzept „power2heat“ kann eine Windflaute ohne weiteres ausgeglichen werden. „In unserem Heizwerk wird zu dem bestehenden Pufferspeicher ein zweiter Speicher errichtet. Damit stehen dann rund 300m³ Puffervolumen zur Verfügung. So kann die Stadt noch bis zu 10 Stunden mit Fernwärme versorgt werden“, so Alois Ecker, Vorstandsdirektor der Energie Burgenland.
Weiterhin stark im Fokus ist E-Mobilität. Bis 2025 wird die Ladeinfrastruktur verstärkt ausgebaut und so die Ladepunkte landesweit mehr als verdoppelt. Innovative Pilotprojekte und Konzepte zeigen neben typischer Ladesäulen viele neue Umsetzungsmöglichkeiten in der Ladeinfrastruktur wie Laternen-Ladepunkte und PV-Carports. Ebenso soll das Angebot um zusätzliche und kundenfreundliche Bezahloptionen und neue Tarife erweitert werden.
Kooperationen sucht die Energie Burgenland auch mit akademischen Institutionen: Teilnehmer des von der FH Burgenland mitentwickelten Curriculum für Excellence in Research, Social and Technological Innovation können bei der Energie Burgenland eine betriebsinterne Schulung und eine Serie von Workshops für das Erlernen und Praktizieren von Innovationsstrategien im Wirtschaftsbereich über 8 Monate absolvieren.

Smart Meter – Einbau weit fortgeschritten

Besonders Erfolgreich ist die Energie Burgenland beim Einbau der Smart Meter. Diese bieten Kunden Möglichkeiten, um den Energieeinsatz und damit Kosten zu minimieren. Im Burgenland wurden bereits über 80 Prozent der neuen Zähler installiert. Das eigene Ziel ist es, bis Ende 2020 rund 95 Prozent ausgerollt zu haben – zwei Jahre früher als gesetzlich erforderlich.
Die Daten sind „ab Zähler verschlüsselt“. Täglich können die Kunden den Verbrauch des Vortages im personalisierten Web-Portal einsehen. Dabei gibt es bereits vereinzelt Angebote am Markt, die aus Kundensicht Smart Meter mit Leben erfüllen und eine permanente Verbrauchskontrolle sinnvoll erscheinen lassen.
Großkunden nutzen heute schon die Möglichkeit, ihren Energieverbrauch mittels zeitnaher Verbrauchswerte zu optimieren und Verbrauchsspitzen, zu denen der Strom teurer ist, auszuweichen. So dienen Smart Meter der Vermeidung von Lastspitzen, wodurch vorhandene Netzkapazitäten besser ausgenutzt und in Folge Netzinvestitionen reduziert werden können. Es gibt bessere Prognosen und weniger Ausgleichsenergiebedarf. Künftig sollen die neuen Zähler helfen, die Netzkosten verursachergerechter als bisher auf die Verbraucher aufzuteilen.