15.05.19 12:30 Alter der Meldung: 11 Tage

Haus der Energiezukunft

Energie Burgenland setzte in Kooperation mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) ein modernes und energieeffizientes Wohnprojekt in Steinbrunn um.

Foto: Energie Burgenland

Geschäftsführer Dipl.-Ing. Alexander Pultz, BSc (Energie Burgenland Wärme und Service GmbH), Dir. KommR Dr. Alfred Kollar ( Vorstand, Geschäftsführer und Obmann der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft) und Vorstandsdirektor Dr. Alois Ecker (Energie Burgenland)

 Mit dem Projekt „Modernes Wohnen - Haus der Energiezukunft“ hat sich die Energie Burgenland in Kooperation mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) das Ziel gesetzt, energieeffizientes Wohnen im gesamten Burgenland voranzutreiben. Nun ist das "Haus der Energiezukunft" in Steinbrunn fertig. Eine Photovoltaikanlage produziert Strom für den Eigenbedarf, es wurde eine effiziente Wärmeversorgung umgesetzt, vorm Haus steht eine E-Ladestation zur Verfügung und intelligente Strommessgeräte ermöglichen Energiemonitoring.

Die Neuerung im Elektrizitäts- und –organisationsgesetz (ElWOG) vom Juni 2017 ebnete den Weg für die gemeinschaftliche Nutzung von Photovoltaikanlagen für mehrere Teilnehmer. Die Energie Burgenland hat darauf basierend ihre Photovoltaikstrategie ausgerichtet: „Bis Ende des aktuellen Geschäftsjahres möchten wir Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt ca. 9 MWpeak installieren, das ist eine Steigerung um mehr als 50% gegenüber dem Vorjahr. Mit dem Vorantreiben des Ökostromausbaus im Bereich Photovoltaik soll die Leistung bis 2025 sogar auf ca. 50 MWpeak gesteigert werden. Das ist auch aufgrund der neuen Gesetzeslage möglich, wodurch wir nun auch Gemeinschafts-Photovoltaikanlagen für Siedlungsgenossenschaften und Wohnbauträger anbieten können“, erklärt Geschäftsführer Dipl.-Ing. Alexander Pultz, BSc, Energie Burgenland Wärme und Service GmbH.

Das Haus der Energiezukunft in Steinbrunn ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich Wohnen in den kommenden Jahren verändern wird. Der Konsument wird durch die Beteiligung an einer Photovoltaik-Gemeinschaftsanlage zum Produzent von grüner Energie.  Zur Abdeckung des Strombedarfs für Heizung und Warmwasserbereitung kommt ebenso eine Photovoltaikanlage zum Einsatz. Die 40 PV-Module am Dach, die auf einer Fläche von 63 Quadratmetern angebracht wurden, erzeugen mit einer Leistung von 10,8 Kilowatt Peak rund 11.300 Kilowattstunden an Sonnenenergie im Jahr. Zusätzlich wird der Einsatz eines Batteriespeichers in Kombination mit der geplanten Wärmepumpe erprobt. Um den Bewohnern das Laden eines E-Autos vor der Haustür zu ermöglichen, wurde eine E-Tankstelle errichtet. Die Bewohner können über einen Smartmonitor im Stiegenhaus ihren resultierenden Gesamtenergieverlauf mitverfolgen.

„Mit den Gemeinschafts-Photovoltaikanlagen fördern wir nicht nur das ökologische Bewusstsein, wir bieten auch die aktive Beteiligung an. Das besondere bei diesem Projekt ist die Möglichkeit, den mit der Photovoltaikanlage gewonnenen Sonnenstrom auf alle Mieter zu verteilen. Der Strom wird direkt dort verbraucht, wo er auch erzeugt wird und zu attraktiven Konditionen an den Endverbraucher weitergegeben“, erläutert Energie Burgenland Vorstandsdirektor Dr. Alois Ecker.

Besonderer Wert wurde den wohnbauförderungsrechtlichen Bestimmungen entsprechend auf die ökologische und energiesparende Ausrichtung der Bauvorhaben gerichtet. „Wir haben schon vor mehr als 10 Jahren in Dobersdorf, Bezirk Jennersdorf, ein Paradebeispiel für umweltfreundliches Wohnen umgesetzt – nämlich das 1. EnergiePlus-Haus in mehrgeschossiger Bauweise im Burgenland. Die Nachfrage hat gezeigt, dass dieser Weg der richtige ist! Mit unserem Wohnobjekt in der Fölliggasse in Steinbrunn schaffen wir weiteren attraktiven Wohnraum mit ökologischen Extras. Wir erhöhen die Wohnqualität und leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Mit dem modernen Energiekonzept, der Gemeinschafts-Photovoltaikanlage und der E-Ladestation haben wir einen weiteren innovativen Schritt für mehr Lebensqualität gesetzt“, freut sich Dir. KommR Dr. Alfred Kollar, Vorstand, Geschäftsführer und Obmann der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft.