26.11.18 10:00 Alter der Meldung: 16 Tage

Energiezukunft

Von: Hannelore Halwax

Meilensteine der dritten Ausbauphase sind gesetzt.

Dr. Alois Ecker, Vorstandsdirektor der Energie Burgenland

„Als Österreichs größter Erzeuger von Strom aus Windenergie sehen wir uns als wichtiger Partner des Landes auf dem Weg zu einer positiven Energiezukunft – wir stellen uns gemeinsam den ambitionierten Herausforderungen der Klima- und Energiestrategie.“, so Alois Ecker, Vorstandsdirektor der Energie Burgenland. Das Ziel des Landesenergiedienstleisters, das Bundesland mit der Produktion von Ökostrom rechnerisch stromautark zu machen, war bereits 2013 erreicht. Mittlerweile startete die Energie Burgenland in die bereits dritte große Ausbauphase: mit einem Investment von rund 400 Millionen setzt der Energiedienstleister weitere Meilensteine bei Repowering, Photovoltaik-Projekten und dem Netzausbau.

Zukunft Ökostrom: Repowering & Photovoltaik
Insgesamt 225 Windkraftanlagen betreibt die Energie Burgenland derzeit – mit Potenzial zur Effektivitätssteigerung: Umfassende Repowering-Projekte sollen die Anzahl der Windkraftanlagen zwar verringern, die Leistung wird aber bis 2020 auf 620 MW steigen. Das ist ein Leistungszuwachs von circa 20 Prozent in den nächsten vier Jahren. Zeitgleich treibt der Energieversorger die Nutzung von Solarenergie mit neuen Photovoltaik-Anlagen als zweiten Träger in seiner Ökostrom-Strategie kräftig voran. Durch Partnerschaften mit Genossenschaften, Gemeinden und privaten Unternehmen (PV-Contracting-Modelle) wird der Ausbau von Photovoltaikanlagen zusätzlich forciert.

Die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage mit rund 6.437 Modulen mit einer Kollektorfläche von rund 9.800 m² auf den Dachflächen der Meidl Spedition GmbH in Zusammenarbeit mit der Firma S&H Connect ist eines der bereits umgesetzten Projekte. „Wir haben im Burgenland bis zu 300 Sonnentage im Jahr, das sind optimale Voraussetzungen für die Nutzung von Sonnenenergie und die Förderung von Photovoltaik-Projekten“, betonen Joachim Hacker, Geschäftsführer von S&H Connect und Alexander Pultz, Geschäftsführer Energie Burgenland Wärme und Service GmbH. Im September ging ebenfalls eine große PV-Anlage am Dach der Austrotherm GmbH ans Netz, die im Jahr 116 Haushalte versorgt.

Energie Burgenland fährt alternativ
E-Mobilität ist für die Energie Burgenland ebenfalls ein interessantes Zukunftsfeld. Daher investiert das Unternehmen auch in die Verdichtung der E-Ladeinfrastruktur in Österreich. Im Burgenland wird die bestehende Ladeinfrastruktur auf 40 Standorte und sieben Schnell-Ladestationen ausgebaut, bis Anfang 2019 sollen insgesamt 100 Ladepunkte zur Verfügung stehen. Die Energie Burgenland unterstützt damit die zunehmende Nutzung alternativer Antriebe wie Erdgas und Ökostrom. Bereits ein Drittel des Fuhrparks der Energie Burgenland verfügt über einen alternativen Antrieb.

Sektorkopplung hat Zukunftspotential
Um für die Energiezukunft gerüstet zu sein und diese auch mitzugestalten, setzt die Energie Burgenland bereits heute auf innovative Technologien. Ein Beispiel ist das Projekt „Power to heat“, bei dem Windstrom in Fernwärme „umfunktioniert“ wird. Dabei errichtet die Energie Burgenland im Biomasse-Heizwerk in Neusiedl am See eine Power-to-heat-Anlage, die Ökostrom im Rahmen der Sektorkopplung nutzt. „Die vielseitige Umsetzbarkeit der Sektorkopplung wird aktuell auch anhand eines Konzepts, bei dem Windstrom in grünen Wasserstoff umgewandelt werden soll, geprüft, erklärt Alois Ecker. Weiteren Einsatzmöglichkeiten der Sektorkopplung widmet sich die Energie Burgenland auch als Partner von Projekten der Vorzeigeregion „Green Energy Lab“, die an der Entwicklung und Erprobung kundenorientierter Energielösungen arbeitet.