19.09.12 10:00 Alter der Meldung: 8 Jahre

Energie fürs Burgenland - BEWAG und BEGAS als der Motor unseres Landes

Von: Mag. Gerhard Altmann

IHS-Studie zeigt die Bedeutung der Landesenergieversorger für das Burgenland: Wertschöpfung aktiviert Wirtschaft und sichert Arbeitsplätze in Zulieferfirmen, öffentliche Hand profitiert von Steuern und Abgaben.

Energie fürs Burgenland - BEWAG und BEGAS als der Motor unseres Landes

Ein Meilenstein in der burgenländischen Wirtschaftsgeschichte wurde im Juli dieses Jahres erreicht: Erstmalig in seiner Geschichte hat das jüngste Bundesland Österreichs mehr als 100.000 ArbeitnehmerInnen. Landeshauptmann Hans Niessl: „Damit hat das Burgenland eine neue Schallmauer durchbrochen.  Das ist ein Erfolg der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land und der heimischen Wirtschaft.“

Niessl: Größtes wirtschaftspolitisches Projekt
Ein Beitrag für eine weitere positive Entwicklung liefert der Zusammenschluss der beiden Landesenergieversorger: Am 1. Oktober 2012 werden BEWAG und BEGAS unter dem Namen Energie Burgenland erstmals als ein Unternehmen auf dem Markt auftreten. Niessl: „Die Fusion der beiden Landesenergieversorger BEWAG und BEGAS zur Energie Burgenland bedeutet für das Burgenland das größte wirtschaftspolitische Projekt in der Geschichte des Landes. Die BEWAG hat an der erfolgreichen Entwicklung des Burgenlandes zu einem modernen Land mit höchster Lebensqualität und zum attraktiven Wirtschaftsstandort einen ganz wichtigen Anteil beigetragen. Die vorliegende Wertschöpfungsstudie belegt dies eindrucksvoll. Durch die nunmehr vollzogene Fusion ist gewährleistet, dass dem Land und den Burgenländerinnen und Burgenländern auch in der Zukunft ein starker und verlässlicher Partner in allen Energiefragen zur Verfügung steht.“ Er habe diese Fusion initiiert, weil der Schritt notwendig und der Augenblick günstig war. Niessl: „Von diesem Zusammenschluss werden das Land, die Bevölkerung und das Unternehmen selbst stark profitieren.“

Steindl: Saubere Energie und Versorgungssicherheit
„Die vorliegende Studie zeigt die Wichtigkeit der Energie Burgenland in ökonomischer Sicht als Investor, Arbeitgeber, aber auch als wichtiger Faktor für die burgenländischen Gemeinden. Als Wirtschafts- und Gemeindereferent sehe ich drei große Punkte, die sich durch die erfolgreiche Zusammenlegung zur Energie Burgenland positiv für das Burgenland auswirken“, so Wirtschaftsreferent LH-Stv. Franz Steindl. 
 „Die Fusion war ein wichtiger Schritt für die Energiewirtschaft im Burgenland. Durch die enge Kooperation der beiden großen Energieversorger und den Abbau von Doppelgleisigkeiten werden Synergieeffekte erzielt, die für beide Unternehmen zu Effizienzsteigerungen und Kostenreduktionen führen“, ist Steindl überzeugt. Es war notwendig die Kräfte zu bündeln, um sich auch in auch in Zukunft am Markt zu behaupten. „Die Energie Burgenland ist ein starker Energieversorger, der sichere Arbeitsplätze bietet, ein wichtiger Investor in der Region ist und saubere Energie zu fairen Preisen mit Versorgungssicherheit für die burgenländischen Haushalte und Unternehmen bietet“, so Steindl.

Gerbavsits: Ökologie und Ökonomie
BEWAG Vorstandssprecher Michael Gerbavsits stellt fest, dass man auch als Energie Burgenland am Offensiv-Kurs im Bereich der Windenergie festhalten wird: „Bisher haben wir rund 300 Mio. € in den Ausbau der Windenergie investiert. Wir sind so Österreichs größter Windstromproduzent geworden und haben das Burgenland zu einer Öko-Musterregion gemacht. Nun bauen wir unsere Vorreiter-Position aus und nehmen noch einmal rund 450 Mio. € in die Hand.“ Damit wird erreicht, dass schon 2013 im Land so viel Strom aus Windenergie erzeugt wird, wie das Jahr über im Burgenland verbraucht wird. 
Nachdem Wind aber auch starke Netze braucht, sind umfassende Maßnahmen im Bereich der Infrastruktur nötig. BEWAG NETZ investiert jährlich rd. 31 Mio. € in Erneuerung und Instandhaltung des burgenländischen Stromnetzes. Zusätzlich zu diesen laufenden Aufwendungen wird BEWAG NETZ bis 2015 knapp 84 Mio. € in die Netzinfrastruktur investieren.
Gerbavsits: „Energie Burgenland wird einer der größten Arbeitgeber im Burgenland und damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sein. Zusätzlich zu den 800 direkten Arbeitsplätzen sind durch uns viele weitere Arbeitsplätze in Partnerbetrieben und Zulieferunternehmen abgesichert. Das Unternehmen Energie Burgenland ist ein wichtiger Konjunkturmotor und löst eine immense Wertschöpfung im Land aus.“

Ecker: Service beschäftigt Partnerunternehmen
BEWAG Vorstandsdirektor Alois Ecker: „Wir wollen beim Service die Nummer 1 sein. Deshalb bieten wir unseren KundInnen nicht nur Energieträger, sondern stehen auch als erster Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Thema Energie in unmittelbarer Nähe zur Verfügung. Zudem bieten wir ein umfangreiches Produktportfolio an und garantieren mit bestem und schnellem Service ein Maximum an Komfort.“ Gerade bei den Serviceleistungen – wie dem 24 Stunden Pannendienst – kooperiert man eng mit der heimischen Wirtschaft.
Daneben gibt es auch indirekte Effekte: Durch die BEWAG Bonuspunkte werden Investitionen in die heimische Wirtschaft gefördert. Beim Kauf von modernen und energieeffizienten Elektrogeräten kann man die Bonuspunkte zu barem Geld machen. Seit der Einführung der Bonuspunkte ging so ein Betrag von mehr als 20 Mio. € an die heimischen Stromkunden, Investitionen in sparsame Elektrogeräte in der Höhe von  über 150 Mio. € wurden dadurch ausgelöst. Ecker: „Das ist eine stattliche Summe, die der burgenländischen Wirtschaft und der Umwelt zugute kommt.“

Schnabl: Energiedienstleister wichtig für Bundesland
„Die Untersuchung des IHS hat gezeigt, dass das Unternehmen Energie Burgenland in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Rolle für das Land spielt“, umreißt Studien-Co-Autor Alexander Schnabl vom Institut für Höhere Studien (IHS) das zentrale Ergebnis der Studie. „Energiedienstleistungen sind nicht nur für Privathaushalte unentbehrlich, sondern stellen auch einen wichtigen Faktor für die wirtschaftliche Aktivität einer Region dar. Energieerzeuger sind für eine Region aber nicht nur durch ihre Kernaufgabe bedeutend, sondern auch durch ihre Nachfrage nach Intermediärgütern und-dienstleistungen sowie in ihrer Funktion als Arbeitgeber.“
Im Burgenland werden diese Energiedienstleistungen vorwiegend von den beiden Energieunternehmen BEWAG und BEGAS zur Verfügung gestellt, wodurch ihnen besonders für die burgenländische Region eine große ökonomische Bedeutung zukommt, heißt es in der Studie weiter. „Drei Gruppen von Effekten“, so Schnabl, „sind besonders wichtig: die Wertschöpfungs-, Beschäftigungs- und fiskalischen Effekte.“

Bruttowertschöpfung im Burgenland stieg
Die Bruttowertschöpfung lag im Geschäftsjahr 2010/2011 in Österreich bei 260 Mio. €, im Jahr darauf bei 256 Mio. €. Davon wurde im Burgenland jeweils eine Bruttowertschöpfung von 95 Mio. € bzw. 106 Mio. € generiert.
2010/2011 wurden in Österreich Beschäftigungseffekte in der Höhe von 2.646 Personenjahren (2.382 in Vollzeitäquivalenten) ausgelöst, davon entfielen 1.138 (1.057 in Vollzeitäquivalenten) auf das Burgenland. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden durch die Ausgaben von BEWAG und BEGAS – der künftigen Energie Burgenland – in Österreich Arbeitsplätze von 2.513 Personenjahren (2.269 in Vollzeitäquivalenten) gesichert, im Burgenland waren das allein 1.218 bzw. 1.129 in Vollzeitäquivalenten.
Auch die öffentliche Hand profitierte kräftig von den Energiedienstleistern: Sie erhielt 2010/2011 91 Mio. €, im darauffolgenden Jahr 90 Mio. €.