06.07.12 11:00 Alter der Meldung: 8 Jahre

BEWAG und BEGAS sind eins: Neue Energie fürs Burgenland

Von: Mag. Gerhard Altmann

Firmenbucheintragung erfolgt, aus zwei Traditionsunternehmen wird ein moderner und schlagkräftiger Energiedienstleister: „Energie Burgenland“. Das Land, alle Burgenländerinnen und Burgenländer und das neue Unternehmen profitieren vom Zusammenschluss.

BEWAG und BEGAS sind eins: Neue Energie fürs Burgenland

Name: Energie Burgenland

Ziele: Österreichs Vorreiter bei Ökostrom, Nummer 1 bei Kundenservice, Motor für das Burgenland

Eigenschaften: - Ökologie - Regionalität - Verlässlichkeit - Serviceorientierung

Historischer Tag

„Heute ist ein besonderer Tag: Mit dem Firmenbuch-Eintrag ist die Fusion der BEWAG und BEGAS erfolgt. Wir sind jetzt rechtlich gesehen ein Unternehmen, mit 1. Oktober werden wir unter dem neuen Namen Energie Burgenland am Markt auftreten“, erklärt BEWAG Vorstandssprecher Michael Gerbavsits bei der Präsentation des neuen burgenländischen Energiedienstleisters am 6. Juli 2012. Mit der Fusion zu Energie Burgenland eröffnen sich neue große Chancen. „Für unsere Kunden, für unser Unternehmen und für das Burgenland“, präzisiert BEWAG Vorstandsdirektor Alois Ecker, der seit dem 1. Juli gemeinsam mit Gerbavsits den Energiedienstleister führt.

Klare Struktur, präzise Strategie

Der neue Energiedienstleister verfügt über eine klare und schlanke Struktur und eine exakt definierte Strategie. Die drei Hauptsäulen von Energie Burgenland sind Erzeugung, Netze/Technik und Vertrieb/Service. Gerbavsits: „Als ich vor eineinhalb Jahren an die Spitze der BEWAG gekommen bin, haben wir uns mit dem Aufsichtsrat und den Eigentümern auf eine neue Strategie geeinigt. Bei meinem Antritt habe ich mein Programm für einen erfolgreichen Kurs so umrissen:

  • Konzentration aufs Kerngeschäft und den Heimmarkt
  • Weiterer Ausbau der Windenergie
  • Mehr Kosteneffizienz
  • Mehr Schlagkraft durch die Kooperation mit BEGAS

Das Unternehmen steht heute auf gesunden Beinen. Durch die konsequente Umsetzung der Strategie, die auf der Konzentration auf unsere Kernkompetenzen basiert, sind gute Ergebnisse erreicht worden. Wir haben die wesentlichen Ziele erreicht! Das heißt: Alles, was nicht mit Energie im ursächlichen Sinn zu tun hat, wurde abgegeben.  Die Ertragsstruktur wurde damit nachhaltig verbessert. Mit dieser raschen Kurskorrektur haben wir eine solide Basis für den künftigen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens gelegt. Wir haben den Turn-Around geschafft und bleiben auf Erfolgskurs.“

Volle Konzentration auf Stärken

Auch das neue Unternehmen wird seine Stärken voll ausspielen. Gerbavsits: „Wir werden sauberen Strom erzeugen, unsere Energie verlässlich verteilen und optimales Service zu einem fairen Preis anbieten. Das heißt: Wir konzentrieren uns auf das, was wir kennen und können! Diese Strategie spiegelt sich im Aufbau unseres neuen Unternehmens direkt wider.“

Die Energie Burgenland steht für drei Ziele, die das neue Unternehmen unverwechselbar machen. „Wir wollen Österreichs Vorreiter bei Ökostrom bleiben und unsere Position noch ausbauen, Nummer 1 beim Kundenservice sein und für das Burgenland als Motor fungieren“, so Gerbavsits. „Das heißt, Energie Burgenland wird sich als moderner Energieversorger mit internationaler Vorreiterrolle bei der ökologischen Energieerzeugung in Österreich positionieren.“

Investitionen in Wind, Netze und Innovation

Die Chancen, die Ziele zu erreichen, sind sehr gut, denn Energie Burgenland ist gut aufgestellt. Energie Burgenland ist internationaler Marktführer bei Windkraft. Mit dem Spatenstich zu den zwei Multimegawatt-Anlagen in Potzneusiedl wurde im Mai 2011 der Startschuss zur zweiten Wind-Initiative gegeben. Bisher hat die BEWAG rund 300 Mio. € in den Ausbau der Windenergie investiert und so das Burgenland zu einer Öko-Musterregion gemacht. Nun nimmt man noch einmal 450 Mio. € in die Hand, um diese Vorreiter-Position weiter auszubauen. Gerbavsits: „Wir fahren einen Offensivkurs und investieren weiter - dort, wo es Sinn macht und wo wir die Rahmenbedingungen kennen.“ Mit diesen Investitionen erreichen wir, dass schon im Jahr 2013 im Land so viel Strom aus Windenergie erzeugt wird, wie das Jahr über im Burgenland verbraucht wird.

Energie Burgenland investiert in den kommenden Jahren nicht nur in die Windkraft, sondern auch noch zusätzlich rund 83,5 Mio. € in die Netzinfrastruktur. Und das zusätzlich zu den laufenden Aufwendungen für Erneuerung und Instandhaltung des Netzes. Die geplanten Investitionen stellen sicher, dass die Versorgungsqualität im Land auch künftig so hoch bleibt. Das neue Unternehmen wird auch in anderen innovativen Bereichen – etwa bei der Elektromobilität – so wie bei der Windenergie Vorreiter sein.

Nummer 1 beim Kundenservice

Die Energie Burgenland setzt neue Standards bei den Kundenservices. Vorstandsdirektor Ecker: „Wir verstehen uns als Qualitätsanbieter. Was uns unverwechselbar macht, ist die Herkunft unseres Stromes, der Einsatz für effiziente Nutzung von Erdgas und der Umfang unserer Services. Denn wir werden unseren Kundinnen und Kunden nicht nur Energieträger anbieten, sondern auch als erster Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Thema Energie in unmittelbarer Nähe zur Verfügung stehen. Zudem bieten wir ein umfangreiches Produktportfolio an und garantieren mit bestem und schnellem Service ein Maximum an Komfort.“

Durch eine breite Produktpalette und höchste technische Kompetenz sind individuelle Lösungen möglich. Ein Beispiel ist etwa die hochmoderne Energiezentrale des Krankenhauses Eisenstadt. Sie besteht aus einem BHKW(Blockheizkraftwerk), einer Erdgas-Brennwertkessel-Anlage und Wärmespeichern. Ecker: „Die Vielfältigkeit des  Energieträgers Erdgas wird hier optimal genutzt: Es wird mit Erdgas geheizt, Strom erzeugt und in den warmen Monaten auch gekühlt.“

Mit innovativen Service-Paketen wird Energie Burgenland für einen neuen Schub bei der Kunden-Dienstleistung sorgen. Das Ziel: Das Beste aus beiden Servicewelten zusammenzuführen, um so dem Kunden maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Ecker: „Effiziente, individuell auf die Bedürfnisse abgestimmte Produkte stehen im Vordergrund. Absolute Kundenorientierung ist ein Muss – das habe ich aus meiner bisherigen Berufserfahrung mitgenommen und das wird im neuen Unternehmen gelebt.“

Energieversorgung ist Vertrauenssache

Mit der Fusion rückt Energie Burgenland noch näher zum Kunden. Egal welcher Energieträger, durch die Fusion gibt es in Zukunft für den Kunden einen einzigen Ansprechpartner – und das in acht Kundencentern im ganzen Burgenland. Außerdem gibt es wohl keinen Ort im Burgenland, in dem nicht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Energie Burgenland vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. „Energieversorgung ist Vertrauenssache, das haben die Jahre nach der Liberalisierung gezeigt“, weiß Ecker. Von der großen Kundennähe profitieren die Kundinnen und Kunden und danken es ihren Energieversorgern mit höchster Treue.

Energie Burgenland: Motor für das Burgenland

Die Energie Burgenland ist einer der größten Arbeitgeber im Burgenland und einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Neben mehr als 850 Arbeitsplätzen sind durch unsere Geschäftstätigkeit viele Arbeitsplätze in Partnerbetrieben und Zulieferunternehmen abgesichert. Energie Burgenland ist ein wichtiger Konjunkturmotor und löst eine immense Wertschöpfung im Land aus. Wir sind gerade dabei, eine Studie in Auftrag zu geben, die das Volumen der Wertschöpfung im Burgenland genau analysiert.

Bei der Energie Burgenland ist Umweltschutz messbar.  Die Energie Burgenland leistet mit ihrer Strategie auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz im Burgenland. Allein aus der Erzeugung von Windenergie werden rund 35,6 Mio. Liter Erdöl jährlich gespart. Das entspricht einer Einsparung von rund 407.000 Tonnen CO2-Ausstoß.

Entscheidende Phase

In den nächsten Wochen und Monaten steht die organisatorische und wirtschaftliche Integration der beiden Organisationen von BEWAG und BEGAS an: Abläufe werden aufeinander abgestimmt, gemeinsame Produkte entwickelt, Schulungen absolviert, weitere Synergien identifiziert und genützt. „Jetzt beginnt eine entscheidende Phase der Fusion“, sind sich Gerbavsits und Ecker einig. „Nun müssen wir dafür sorgen, dass die Vorteile des neuen Unternehmens für unsere Kundinnen und Kunden erlebbar werden. Wir sind überzeugt, dass wir das schaffen und die Marktmöglichkeiten bestmöglich nutzen. Schließlich haben wir hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und ein heimisches Unternehmen weiß am besten, was die Burgenländerinnen und Burgenländer erwarten!“