07.09.20 08:33 Alter der Meldung: 13 Tage

Arbeiten mit Hochdruck

Netz Burgenland modernisiert permanent die heimische Energie-Infrastruktur. Nun wird jene Hochdruckleitung erneuert, die den Beginn der Gasversorgung im Burgenland ermöglichte.

 

Das Gasleitungsnetz von Netz Burgenland deckt nahezu das gesamte Burgenland ab. Das Unternehmen betreibt 2.620 Kilometer Gasleitungen und 113 Gasdruckregelanlagen. In 110 Gemeinden kann man den umweltfreundlichen und kostengünstigen Energieträger Gas nutzen. „Das burgenländische Gasnetz bildet mit mehr als 2.600 km Länge und rund 55.000 Anschlüssen eine wertvolle Infrastruktur“, erklärt Peter Sinowatz, Geschäftsführer Netz Burgenland. „In Zukunft wird damit auch grünes Gas transportiert“, ergänzt sein Geschäftsführer-Kollege Florian Pilz, „welches zum Beispiel aus Biomasse und überschüssigem Ökostrom gewonnen wird.“

Erneuerung Erdgasnetz

Im aktuellen Geschäftsjahr fließen – trotz Covid-19 Einschränkungen – rund 92 Millionen in die Instandhaltung und Modernisierung der burgenländischen Strom- und Gasnetze. Ein jährlicher Fixpunkt im Bauprogramm ist die Erneuerung des Gasnetzes. Als Netzbetreiber ist Netz Burgenland gesetzlich verpflichtet, die Leitungsanlagen sicher, zuverlässig und leistungsfähig zu betreiben, zu erhalten und auszubauen. Deshalb hat man 2015 ein umfangreiches Erneuerungsprogramm begonnen, das auf rund zwei Jahrzehnte ausgerichtet ist.

Beginn der Erdgasversorgung

Aber nicht nur Ortsnetze, sondern auch Hochdruckleitungen, die das Gas über weitere Strecken transportiert, werden laufend auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Auch die Leitung, welche vor 50 Jahren erstmals Erdgas aus Niederösterreich ins Burgenland brachte und so die Basis für den Start der Gas-Versorgung im Land bildete, wird aktuell erneuert. Ab Ende September 1970 wurde der erste burgenländische Industriebetrieb mit Gas versorgt. Über die Übergabestelle in Pottendorf erhielt man vom benachbarten Energieversorger NIOGAS saubere und günstige Energie für die Zuckerfabrik in Siegendorf.

Auf neuestem Stand der Technik

Nachdem diese Transportleitung nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht, wird sie nun erneuert. Die neue Leitung besteht aus Stahl-Rohren mit Kunststoffisolation und folgt der alten Trasse. Der erste Leitungsabschnitt führt auf einer Strecke von 7,6 Kilometern von der Übergabestelle Hornstein nach Müllendorf. 4,6 km der Leitung werden bis Ende September erneuert, so dass die Verbindung zu Beginn der Heizsaison in Betrieb gehen kann. „Mit dem Forcieren von grünem Gas sorgen wir dafür, dass die Umwelt geschützt und die bestehende Infrastruktur genützt wird, das hat Zukunft“, sind sich Sinowatz und Pilz einig.

Über den aktuellen Verbrauch und die gegenwärtige Erzeugung im Land kann man sich unter www.netzburgenland.at permanent informieren.

Foto: Sorgen für den reibungslosen Bau der neuen Hochdruckleitung: Harald Feiler (re.), Planung und Bauleitung und Thomas Lang (Örtliche Bauaufsicht)