18.12.20 12:34 Alter der Meldung: 126 Tage

Abgelaufenes Geschäftsjahr trotz Corona-Krise gut gemeistert

Jahresüberschuss von 23,2 auf 42,4 Mio Euro erhöht. Umsatz im Jahresvergleich auf 336,7 Mio Euro leicht gesunken (Vorjahr: 338,6 Mio Euro)

Michael Gerbavsits und Alois Ecker

 

„Trotz der extrem herausfordernden Situation verursacht durch die Corona-Pandemie gelang uns im abgelaufenen Geschäftsjahr der schwierige Spagat zwischen unserer Rolle als Impulsgeber für die heimische Wirtschaft sowie den Arbeitsmarkt und die Möglichkeit gleichzeitig eine gegenüber dem Vorjahr gleichbleibende Dividende auszuschütten, erklären Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits und Vorstandsdirektor Alois Ecker anlässlich der Präsentation des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2019/20. Im Geschäftsjahr (GJ) 19/20 wurden 99,5 Mio Euro allen voran in den Ausbau Erneuerbarer Energien und in die Netze investiert. Der bei weitem überwiegende Teil der Investitionen kommt dabei der burgenländischen Wirtschaft zu gute. Mit 859 Mitarbeitern und 36 Lehrlingen war der Energiekonzern im vergangenen Geschäftsjahr bei einem Jahresüberschuss von 42,4 Mio EUR der größte Arbeitgeber im Burgenland.  

Die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 betrugen 336,7 Mio Euro (2018/19 338,6 Mio). Der leichte Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus geringeren Umsatzerlösen aus dem Windstrombereich in Folge eines geringeren Windaufkommens. Die deutliche Erhöhung des Jahresüberschusses von 23,2 Mio Euro auf 42,4 Mio Euro ist unter anderem auf Wertpapierveräußerungen im Zusammenhang mit der Beendigung der US-Lease-Transaktion im Geschäftsjahr 2018/19 zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2019/20 hat die Energie Burgenland 1.019 GWh Strom aus Windkraft (Vorjahr 1.080 GWh), 62 GWh aus Biomasse (VJ: 61 GWh) und 17 GWh (VJ: 15 GWh) aus Photovoltaik erzeugt. Auch beim Einbau der intelligenten Stromzähler Smartmeter ist die Energie Burgenland österreichweit Spitzenreiter. Mit Stichtag 30.09.2020 waren 185.235 von insgesamt 206.345 Smart Meter eingebaut. Dies entspricht einer Einbauquote von 90 %.

Investitionen von 99,5 Mio Euro im GJ 2019/20 wichtiger Impuls für die Wirtschaft

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden überwiegend für den Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie der Strom- und Gasnetze rd. 99,5 Mio Euro investiert.  Die Energie Burgenland ist damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das Burgenland und auch für das Burgenland hinaus. Eine IHS-Studie aus dem Jahr 2016 hat berechnet, dass die Geschäftstätigkeit und die Aufträge des burgenländischen Energiekonzerns bereits im Jahr 2016 mehr als 1.500 Arbeitsplätze im Burgenland selbst – und österreichweit insgesamt 3.500 Arbeitsplätze – gesichert haben. Auf heute hochgerechnet sind das noch mehr. „Das zeigt, dass die Energie Burgenland wesentlich zur erfolgreichen Entwicklung des Landes beiträgt. Wir sind stolz auf diese Leistung, fühlen uns dieser Verantwortung aber auch verpflichtet“, sagt Gerbavsits.

Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt

„Das vergangene Geschäftsjahr war auch der Abschluss einer Entwicklung der letzten Jahre mit der wir die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der Energie Burgenland stellen konnten“, betonen Gerbavsits und Ecker. Ausgangspunkt war, parallel zur Aufarbeitung der Vergangenheit bei der BEWAG und BEGAS, die Fusion von BEWAG und BEGAS im Jahr 2012 zur Energie Burgenland. Der neue burgenländische Energiekonzern wurde dabei mit klarem betriebswirtschaftlichem Fokus ausgerichtet, um die Investitions- und Dividendenfähigkeit sicherzustellen. Das Unternehmen hat sich in der Folge als integrierter Energieversorger mit den Sparten Erzeugung (Wind, Biomasse, Photovoltaik), Netze (Strom, Gas), Vertrieb (Strom, Gas, Wärme) und Energiedienstleistungen neu positioniert. Gleichzeitig wurde in dieser Zeit mit der Umsetzung der 2. Windausbauphase die Vorreiterrolle der Energie Burgenland in der Ökostromerzeugung in Österreich weiter gestärkt.

„Mit der erfolgreichen Umsetzung des Effizienzprojekts ´Fit 2020´, haben wir uns Spielräume für weitere Investitionen geschaffen, gezielt ausgelagerte Leistungen wieder in das Unternehmen integriert und dort, wo neue Geschäftsmöglichkeiten erschlossen wurden, neue Mitarbeiter aufgenommen“, informiert Gerbavsits. Darauf aufbauend hat die Energie Burgenland die 3. Windausbauphase mit einem Investitionsvolumen von 245,7 Mio Euro projektiert und gestartet.  In den Geschäftsjahren 2020/21 bis 2024/25 ist das größte Investitionsprogramm in der Geschichte der Energie Burgenland mit einem Investitionsvolumen von rd. 1 Mrd. Euro geplant,  wovon für die  erneuerbaren Energien Wind, Photovoltaik, Fernwärme sowie in Innovationsprojekte rd. 663 Mio Euro  vorgesehen sind. 30 neue Arbeitsplätze werden dadurch geschaffen.

„Parallel zum Ausbauprogramm haben wir unser Angebot an unsere Kunden stark ausgeweitet – von individuellen Tarifmodellen über „grünes“ Gas bis hin zur E-Mobilität“, berichtet Ecker mit Hinweis auf die Einführung von bedarfsgerechteren Produkten und Tarifen für die einzelnen Zielgruppen. Die Einführung des Sonnenkontos, Windkontos und von flexiblen Großkundenverträgen sowie die Einrichtung von gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen folgt diesem gesellschaftlichen Trend zu individualisierten Energielösungen.  

Dank an Mitarbeiter in der Corona-Krise

„Last but not least gebührt vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Energie Burgenland großer Dank. Sie haben durch ihre Flexibilität, Einsatzwillen und den Zusammenhalt – der insbesondere im Corona-Jahr von ungewöhnlicher Stärke war – die Erfolgsgeschichte der Energie Burgenland erst möglich gemacht“, erklären Gerbavsits und Ecker abschließend.