17.12.18 11:45 Alter der Meldung: 217 Tage

21. Umspannwerk

Von: Hannelore Halwax

Netzausbau für mehr Strom: In Steinbrunn entsteht Umspannwerk um fünf Millionen Euro.

Copyright: Maria Hollunder

Christoph Pinterits und Christian Leitner, Projektverantwortliche der Netz Burgenland auf der Baustelle für das Umspannwerk Steinbrunn

20 Umspannwerke, 2.800 Trafostationen und 9.800 Kilometer Stromleitungen sorgen derzeit dafür, dass das ganze Land ständig mit elektrischer Energie beliefert wird. Insgesamt versorgt die Infrastruktur-Tochter der Energie Burgenland mehr als 160.000 Kundenanlagen mit Strom. Da Stromverbrauch und -erzeugung kontinuierlich ansteigen, ist ein permanenter Ausbau des Netzes nötig.

Deshalb bekommt das bestehende Umspannwerk Eisenstadt nun Verstärkung. Denn am Rand der Landeshauptstadt haben sich in den vergangenen Jahren Einkaufszentren und Unternehmen angesiedelt, weitere Betriebsansiedlungen sind geplant. „Das ist der Grund, warum wir jetzt ein Umspannwerk in Steinbrunn bauen. Das Umspannwerk Eisenstadt wird damit entlastet. In Zukunft können wir die Landeshauptstadt von zwei starken Punkten aus versorgen, wodurch die Zuverlässigkeit der Stromversorgung in der Region weiter erhöht wird“, erklärt Peter Sinowatz, Geschäftsführer der Netz Burgenland. Der Platz für das UW Steinbrunn ist gut gewählt. Das Grundstück befindet sich südöstlich von Steinbrunn in unmittelbarer Nähe der bestehenden 110 kV-Leitung Wimpassing. Dadurch kann der Aufwand für die Einbindung des neuen Umspannwerks in das bestehende Stromnetz gering gehalten werden.

Die Erdarbeiten zur archäologischen Begutachtung wurden vom Bundesdenkmalamt bereits abgeschlossen, weshalb das Projekt zügig fortgeführt werden kann. Als nächste Schritte folgen die Behördenwege und Genehmigungen, parallel dazu laufen die Ausschreibungen. Sobald es die Witterung zulässt, wird im Frühjahr mit dem Bau begonnen. Sinowatz: „Bereits Anfang 2020 soll das neue Umspannwerk in Betrieb gehen.“