03.02.17 11:44 Alter der Meldung: 232 Tage

Smart Meter-Einbau läuft gut

Von: Hannelore Halwax

Seit mehr als einem Jahr baut Netz Burgenland im Landessüden digitale Stromzähler ein. Das Projekt läuft voll nach Plan – 15.000 intelligente Messgeräte sind bereits installiert und in Betrieb.

Smart Meter-Einbau läuft gut

Foto: Jürgen Zach, Netz Burgenland Servicetechnik Güssing, erklärt die Funktion von Smart Metern.

Während anderswo noch Ausschreibungen der Zähler und Vorbereitungen für den ersten Einbau der Smart Meter laufen, hat Netz Burgenland bereits 15.000 Stück der intelligenten Zähler installiert und in Betrieb. Peter Sinowatz, Geschäftsführer von Netz Burgenland: „Nach 15.000 installierten Geräten fällt die Bilanz sehr gut aus. Der Umbau verläuft problemlos und die Kundinnen und Kunden stehen der neuen Technologie grundsätzlich positiv gegenüber.“ Der neue Zähler wird am Platz des alten installiert und das im Normalfall innerhalb von 15 bis 30 Minuten. Durch den Tausch fallen weder Staub noch Verschmutzungen an, ein Umbau des Zählerkastens ist dabei nicht nötig. Für den Einbau der Smart Meter wird den Kunden nichts verrechnet, da die Kosten dafür in den Netzgebühren enthalten sind.

Die neuen Zähler bringen den Kunden viele Vorteile, aber keine zusätzlichen Kosten und haben selbst einen niedrigeren Strombedarf als die bisherigen elektromechanischen Ferraris Zähler. Mit Smart Metern können Stromverbrauch kontrolliert und Nutzverhalten optimiert werden. Die jährliche Vor-Ort-Zählerablesung wird überflüssig, da der aktuelle Zählerstand automatisch übertragen wird. Ist ein Umzug geplant, wird für die Rechnung der stichtaggenaue Verbrauch herangezogen.

Höchste Sicherheit
Die Themen Datenschutz und Datensicherheit werden von Netz Burgenland sehr ernst genommen. Jedes einzelne Gerät ist mit einem individuellen Schlüssel ausgestattet und ermöglicht somit eine sichere „Ende-zu-Ende“-Verschlüsselung. Diese Einzel-Codierung entspricht dem höchstmöglichen Sicherheitsstandard, vergleichbar mit dem Sicherheitsniveau von Banktransaktionen. Smart Meter erfassen und übermitteln nur Zählerstände und Zählernummern, persönliche Daten wie Namen oder Adressen werden nicht übertragen. Der Verbrauch einzelner Geräte ist daraus nicht ersichtlich, sodass auch keine Rückschlüsse auf Verbrauchsgewohnheiten oder das momentane Kundenverhalten möglich sind. Die Übertragung der Zählerstände erfolgt nur einmal täglich nach Mitternacht.

Geringere Strahlung
Die von Smart Metern verursachten elektromagnetischen Felder liegen sogar unter jenen der herkömmlichen Ferraris Zähler. Die Immissionswerte betragen weniger als 1% der von der Weltgesundheitsorganisation vorgegebenen und in Österreich in der ÖNORM E 8850 ausgewiesenen Referenzwerte.

Zügiger Rollout
Der Rollout im Burgenland wird zügig fortgesetzt. Sinowatz: „Wir tauschen zurzeit etwa 3000 Zähler pro Monat, im Lauf des Jahres sollen es über 6000 werden.“ Erfreulich ist auch das Verhältnis der Opt-out- zur Smart-plus-Rate: Im Rollout-Gebiet Südburgenland liegt die Zahl derer, die sich gegen die smarten Funktionen entscheiden (Opt-out: Fernablesung des Zählerstandes nur einmal im Jahr) unter drei Prozent. Rund fünfzehn Prozent haben aber Interesse an „smart plus“ bekundet, das heißt sie wollen – über die Standardeinstellung hinausgehend – auch die 15-Minuten-Werte in ihrem personalisierten Web-Portal am Folgetag einsehen können.