18.09.17 12:51 Alter der Meldung: 214 Tage

35.000 Smart Meter in Betrieb

Von: Hannelore Halwax

Seit beinahe zwei Jahren baut Netz Burgenland im Land digitale Stromzähler ein. Das Groß-Projekt läuft hervorragend: Mit 35.000 installierten Messgeräten ist man österreichweit ein Vorreiter.

Siegfried Prader, Olbendorf

35.000 Smart Meter in Betrieb

„Ich möchte meinen Verbrauch genau im Auge haben. Der Smart Meter hilft mir dabei, ich bekomme detaillierte Informationen“, erklärt Siegfried Prader, bei dem nun der 35.000. Zähler im Land eingebaut wurde. Der Olbendorfer sieht viele Vorteile beim Einsatz der intelligenten Zähler. Kein Wunder, spielt doch in seinem Haus Strom eine besonders wichtige Rolle. Es verfügt über eine Photovoltaik-Anlage und Prader fährt auch mit einem Elektro-Auto. Deshalb hat er sich für die Option „Smart +“ entschieden, das heißt, er kann im personalisierten Webportal auch die Viertel-Stunden-Werte seines Stromverbrauchs nachlesen. Prader: „So kann ich zum Beispiel zeitnah reagieren, wenn ein ungewöhnlich hoher Stromverbrauch zu verzeichnen ist, der nicht erklärbar ist. Außerdem sind die umfassenden Daten für mich eine verlässliche Basis, um meinen Stromverbrauch zu optimieren.“
 
Energie effizient nutzen
Der Einbau erfolgt aufgrund einer zwingenden Vorgabe der EU und der österreichischen Gesetze. Ziel ist es, Energie künftig effizienter einzusetzen. Die neuen Geräte bringen Kunden viele Vorteile, aber keine zusätzlichen Kosten. „Zuhause Energie und Kosten zu sparen, war noch nie so einfach“, erklärt Peter Sinowatz, Geschäftsführer von Netz Burgenland. Smart Meter sind bequem. Sie ermöglichen die automatische Zählerablesung. Die Kunden müssen nicht mehr zum Ablesetermin zu Hause anwesend sein. Smart Meter sind sparsam. Die neuen Geräte verbrauchen deutlich weniger Strom als die alten Ferraris-Zähler. Außerdem kann ein ungewöhnlich hoher Verbrauch sehr schnell erkannt und rasch geortet werden. Smart Meter sind modern. Sie ermöglichen zukunftsträchtige Gebäudekonzepte (Home-Automation) und vereinfachen durch die Erfassungen von entnommener oder eingespeister Energie die Integration von Photovoltaikanlagen. Der neue Zähler wird in kurzer Zeit und ohne Entstehung von Schmutz am Platz des alten installiert.
Mit dem Einsatz der intelligenten Zähler des Herstellers Landis+Gyr ist Netz Burgenland der erste Netzbetreiber Österreichs, der auf die allerneueste Technologie des weltweiten Marktführers setzt. Der höchstmögliche Sicherheitsstandard, vergleichbar mit dem bei Banktransaktionen, wird durch die Einzel-Codierung der Zähler erreicht.
 
Schritt in Energiezukunft
Der Einbau im Burgenland wird zügig fortgesetzt. Netz Burgenland tauscht zurzeit etwa 4000 Zähler pro Monat, im Lauf der nächsten Monate sollen es rund 6000 werden. „Der Umbau verläuft problemlos und die Kundinnen und Kunden stehen der neuen Technologie positiv gegenüber“, so Geschäftsführer Johann Wachtler. Den meisten sei klar, dass der Smart Meter ein großer Schritt in ein neues Energie-Zeitalter ist. Während im Burgenland schon 35.000 Stück der intelligenten Zähler im Einsatz sind, laufen in den meisten Bundesländern erst die Projekt-Vorbereitungen.