Windlexikon

Fakten zum Wind

Begriffserklärungen rund um das Thema Windenergie


A
Abschaltwindgeschwindigkeit
Um Schäden an Windenergieanlagen oder der Umgebung zu verhindern, wird die Rotorgeschwindigkeit bei hohen Windgeschwindigkeiten gedrosselt, z.B. bei über 25 m/s bzw. 90 km/h. Diese Geschwindigkeit heißt Abschaltwindgeschwindigkeit.
Aerodynamik
Die Aerodynamik beschreibt das Verhalten von Körpern in kompressiblen Fluiden (z.B. Luft). Die aktuellen Windenergieanlagen sind Luvläufer, d.h. der Rotor Nabe und Rotorblätter) ist vom Turm aus gesehen an der Wind zugewandten Seite montiert. Leeläufer (Rotor an der Wind abgewandten Seite) haben mit großen Turbulenzen hinter dem Turm zu kämpfen: Durch den vom Turm verursachten Windschatten kommt es zu stoßartigen Belastungen der Rotorblätter.
Aerodynamik des Rotors
Die maximal erreichbare Kraft hängt maßgeblich davon ab, mit welcher Geschwindigkeit der Wind auf den Rotor trifft. Diese Anströmungsgeschwindigkeit nimmt einerseits mit der Windgeschwindigkeit selbst zu, andererseits ist sie um so höher, je größer die Rotordrehzahl und die Entfernung zur Rotorachse ist. Um die mit der Rotorlänge ansteigende Anströmungsgeschwindigkeit besser nutzen zu können, gibt es für jeden Ringschnitt entlang des Rotorblattes spezielle aerodynamische Profile.
Aktive Stallregelung
Die aktive Stallregelung ist eine von drei Methoden, um die Drehzahl des Rotors bei erhöhten Windgeschwindigkeiten zu reduzieren. Die Rotorblätter sind wie bei der Pitch-Regelung verstellbar. Im Unterschied zu dieser, werden die Blätter bei Erreichen der Nennleistung in die entgegengesetzte Richtung gedreht, so dass der Anstellwinkel erhöht und der Strömungsabriss verstärkt wird, wodurch eine Bremswirkung eintritt.
AN Bonus
AN Bonus ist ein Windanlagenhersteller.
Anemometer
Jede Windenergieanlage besitzt ein "Anemometer" - ein Messgerät mit dem Windrichtung und -geschwindigkeit festgestellt werden können. Diese Information wird an den zentralen Rechner der jeweiligen Windenergieanlage weitergeleitet, wodurch sich diese an wechselnde Bedingungen anpassen kann, etwa durch Drehung des Maschinenhauses. Erst dadurch wird eine Maximierung des Energieertrages möglich.
Anlagenhersteller
Jeder Hersteller verfolgt seine eigene Strategie, setzt auf eigene Technik und hält an seiner Philosophie fest. Es konnten sich einige Hersteller von anderen abheben. Einige der größten Hersteller sind:AN Bonus DeWind Enercon RePower VestasAustrian Wind Power setzt derzeit auf Fabrikate der Firmen Enercon, DeWind Vestas und RePower.
Anlagentypen
Marktdominierend sind zur Zeit die klassischen Horizontalachsen-Windenergieanlagen mit drei Rotorblättern. Anlagen mit Vertikalachsen können zwar stark wechselnde Windrichtungen besser nutzen, haben sich aber als weniger wirtschaftlich erwiesen. Ebenso gab es Experimente zur Rotorblattanzahl, wobei man zum Ergebnis kam, dass bei drei Rotorblättern die geringsten schwingungsdynamischen Probleme auftreten.
Auftrieb
Moderne Windenergieanlagen arbeiten nach dem Auftriebsprinzip, wobei aerodynamisch geformte Rotorblätter, wie sie auch im Flugzeugbau Verwendung finden, eingesetzt werden. Der Auftrieb resultiert aus der Auftriebs- und der Widerstandskraft. Beide Kräfte hängen maßgeblich vom Winkel des Rotorblattes zur Windrichtung ab.
Ausschlusszone
Die Ausschlusszone umfasst das Gelände höchster Schutzqualität - es enthält die am meisten gefährdeten, schützenswerten und repräsentativen Elemente und kommt somit für die Nutzung der Windkraft nicht in Frage.
Azimutmotor
Der Azimutmotor dient dazu, das Maschinenhaus der entsprechenden Windrichtung entgegen zu drehen. Diese automatisch erfolgende Windnachführung wird durch hydraulische Motoren oder Elektromotoren (Azimutantrieb) gewährleistet. Mittels Bremsen erfolgt eine Fixierung der Gondel.